Dienstag, 8. August 2017

Huhu um Nunu {Schnuller-Abgewöhnung}

Mehrere große Themen hatten wir in der Vergangenheit schon, die mich innerlich etwas wuschig machten und beängstigten:

- Abstillen.
Das hat sich ja zum Glück von ganz allein umgesetzt - großer Abnabelungs-Stress blieb uns zum Glück erspart.

- Weg von Windeln am Tag.
Auch hier spielte sich das ein wenig von selbst in unseren Alltag, aber wie ich ja auch festhielt, war das auch mit etwas Arbeit verbunden. Letztlich lief das aber wirklich besser als erwartet.

Aber jetzt gerade, habe ich Angst vor jedem Abend und jedem Morgen, den wir im Bett liegen und schlafen sollten. Ach, was heißt "Angst". Das ist etwas übertrieben. Aber mir graut vor den Momenten. Weil ich in letzter Zeit nämlich die Nase voll vom Schnuller habe und jetzt ganz spontan am Wochenende mal den Moment ausnutzte, Strohwitwe mit Minou zu Hause zu sein, um das Einschlafen ohne Nuckelei zu üben ... wenn zwei Erwachsene mit dabei sind, die vom Gejammer nach dem geliebten Nunu innerlich an ihre Belastungsgrenzen kommen, ist es sicher etwas schwieriger, konsequent zu bleiben. Und so waren es nur ich und Minou - und der Nunu, der nicht mit ins Bett kam.

Kurz zu erwähnen sei übrigens noch, dass tagsüber kein Schnuller mehr abgefragt wird -
das war allerdings auch wieder eine Geschichte, die sich von allein ergab. Zum Schlafen-gehen brauchten wir den bisher aber immer und weil ich einfach Angst um Minous Zähne/Gebiss habe, möchte ich das jetzt einfach nicht mehr so weitermachen. Und so lief es bisher ...

Die ersten drei Nächte


Freitag, 04.08. – Nacht 1: 
Puuuuh - das fällt mir im ersten Step dazu ein. Wir machten alles wie immer - Bett-time = Windel und Schlafi an, Zähne putzen, Haare bürsten. Und als ich dann das Sandmännchen anmachen wollte, fing es schon an "Mein Nunuuuuu, Nunu haben, mein Nuuuunuuuu ..." Sandmännchen erstmal entspannt an Mama gekuschelt zu gucken, ohne den Schnuller schon im Mund zu haben, war gar keine Option für Minou. Ich fragte sie also noch, ob sie jetzt mit mir zusammen das Sandmännchen schauen möchte - ohne Schnulli - oder nicht? Nein - sie wollte nicht. Gut. Dann gab es an dem Abend also keine Einschlaf-Geschichte. Aber dafür bekam ich wieder die "Mein Nunuuuu"-Singerei auf die Ohren.

Zum Glück schaute ich nicht auf die Uhr - denn jede Minute, die damit übertönt wurde, hätte mich total verrückt gemacht innerlich - ganz sicher. Es fühlte sich an, als würde es sich über eine halbe Stunde hinziehen - aber ich habe keine Ahnung. Irgendwann hörte es immerhin auf - aber dann wurde erstmal das Nachtlicht bespielt. An, aus. Alle Farben durchschalten. Herrlich! Mama liebt das bestimmt ... jaaaaa ... nein. Aber kein Problem - ich hatte an dem Abend die Hartnäckigkeit mit Löffeln gefressen ;) Sie aber anscheinend auch. Nachdem ich ihr nämlich nahe legte, sich jetzt endlich für eine Lichtfarbe zu entscheiden, wuselte sie noch mit mitgebrachten Pixi-Büchern rum.

Langsam kam ich an meine Grenze - ich wollte nämlich eigentlich noch einmal aufstehen, um in Ruhe in den späten Abendstunden noch ein bisschen Wohnungs-Chaos zu beseitigen. Aber mit jeder Minute wurde natürlich auch ich müder und unmotivierter ... um 22:30 Uhr war es denn endlich soweit. Sie schlief. Ohne Schnuller. Ich glaube, wir sind so gegen 20:30 Uhr ins Bett gegangen - der erste Versuch zog sich also ordentlich. 

Samstag, 05.08. - Nacht 2:
Gleiches Spiel wie gestern nur in kürzerem Zeitfenster. ;) Ein guter Start war schonmal, dass wir das Sandmännchen zusammen geschaut haben - ohne Nunu und ohne Fragerei danach. Aber danach blieb das dann doch nicht aus - verglichen mit der Nacht davor, war das aber richtig kurz. Natürlich wurde auch nochmal kurz mit irgendwas gespielt, aber nach höchstens einer Stunde schlief die kleine tapfere Maus seelenruhig.

Schwach wurde ich dann am nächsten Morgen. Wir kennen das alle - früh morgens, richtig müde eigentlich noch, da ist nichts lustig. Zumindest nicht bei mir :D Und bei Minou halt auch nicht. Und so fragte sie nach dem Schnuller und klang auch wesentlich schneller weinerlich als am Abend. Tja, und Muddi wollte nicht wirklich, dass morgens gegen 06:00 Uhr am Wochenende geweint und die Schlafeinheit beendet wird - also gab ich ihr den Schnuller. Nach dem Aufstehen bekam ich den aber natürlich wieder. 

Sonntag, 06.08. - Nacht 3:
Heute mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad aus anfangs erläutertem Grund: der Papa war von seinem Jungs-Trip wieder zurück und nun beim Einschlafprogramm voll dabei. Aaaaaber - wer hätte das gedacht? Wir haben das Zeitfenster von gestern erneut getoppt - dieses Mal ist die kleine Nunu-Liebhaberin schon nach einer halben Stunde eingeschlafen (auch, wenn es sich vorher so anhörte, als würde es länger dauern). 

Den Montagmorgen hatte ich dann aber das gleiche Problem wie den Morgen davor: es war definitiv noch zu früh zum Aufstehen, also bekam sie den Schnuller einmal - ich zog ihn ihr im Schlaf aber aus dem Mund, ohne dass sie es bemerkte - hehe ;)

Nun gut - die viel beschriebenen 1-2 Tage haben wir auf jeden Fall schonmal überschritten. Wir sind davon definitiv nicht so schnell weg - aber ich habe das jetzt angefangen und ich ziehe das auch durch. Die immer schnelleren Einschlafergebnisse der letzten Tage lassen mich das auch in guter Hoffnung machen ...

Ich halte euch auf dem Laufenden. 

Grüße in die Runde!

Eure



Donnerstag, 27. April 2017

Pausenende.



Mann, mann, mann - ehrlich. Jetzt ist aber mal Schluss - Schluss mit offline ^^

Wenn man dem Blog hier einen Besuch abstattet. weht einem direkt der Online-Tumbleweed um die Ohren. So ruhig ist das hier in letzter Zeit. Damit ist jetzt Schluss.

Jaaaa, das letzte textlich festgehaltene Ereignis war auch wirklich blöd und traurig, aber es ist etwas Zeit vergangen und ich habe es inzwischen etwas verarbeitet und kann wieder nach vorn schauen. Natürlich, der kleine Wuschelkopf fehlt hier immernoch, aber wir hatten eine gute Zeit und gewöhnen uns langsam, aber gut an ein Leben ohne haarigen Mitbewohner. Ohne das es böse nachklingen soll. Aber es ist ja nunmal ein ganz anderes leben, wenn man einfach mal einen Urlaub buchen kann, ohne zu überlegen, wer sich in der Zeit um den Hund kümmert. Und selbst bei einem Tagesausflug merkt man einen Unterschied. Sheila war ja kein Hund, den man über einen längeren Zeitraum allein lassen konnte. Von daher war sie immer mit bei Ausflügen oder die Ausflüge waren kürzer oder wurden nur von 2/3 der Familie unternommen. Und jetzt ausflugt es sich völlig anders. Das fühlt sich noch komisch an, aber der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier und es muss halt einfach weiter gehen.

Wie dem auch sei - es wird hier mal wieder Zeit für etwas mehr Heiterkeit und ein paar buntere, neue Themen. Und weil in den letzten Wochen auch einiges passiert ist, kann ich auch ein bisschen was zaubern und arbeite unter anderem schon an einem kleinen Rückblick zu Minous Geburtstag im März ... das nur mal schon als ersten Teaser ;)

So - aber jetzt schalten wir das Notebook mal eben aus und gönnen uns eine gute Portion Schönheitsschlaf. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag :*

Bis bald also wieder!

Eure



Dienstag, 14. Februar 2017

Ich war noch nicht soweit ...


... und doch muss ich jetzt lernen, damit umzugehen.

Kein Schlurfen mehr in unserer Wohnung, kein Ohren-Kratz-Geräusch, dein Schlafkissen ist schon weg und auch Wasser- und Futternapf habe ich schweren Herzens schon gewaschen und unter dem Küchenschrank verschwinden lassen. Nur dein Halsband samt Leine hängen noch in der Nähe der Tür - dort, wo sie immer hingen, als du noch da warst.

Wenn ich zu Hause zur Ruhe komme und alles andere um mich herum in Stille gehüllt ist, drückt es mir auf mein Herz. Ich könnte schreien. Aber stattdessen verwässern meine Augen. Ich vermisse es so ... das beruhigte Schnarchen, das auf den "Essenstisch-gucken", das Putz-Geräusch, das mich immer so aufgeregt hat ... nahezu jede Kleinigkeit - es ist einfach anders jetzt.

Sheila, schiefe Vorderbeine, Wuschelkopf, Haarmonster, alte Oma ... sie war die letzte unserer drei Hunde, die uns im Leben begleiteten. Und plötzlich ist auch sie nicht mehr da. 16 Jahre hatten in der Nacht vom 11. zum 12. Februar ihr Ende gefunden und ich war für diesen Moment noch nicht vorbereitet. Ich war einfach noch nicht soweit.

Jaaaa - ich habe das schon zwei Mal durchgemacht und auch die beiden Male war es schwierig, aber der Unterschied zu diesem Mal ist einfach, dass es immer noch Gewusel zu Hause gab, das uns einigermaßen ablenkte. Jetzt ist einfach nur noch Stille. Und auch, wenn man denkt, es gibt doch noch ein kleines Mädchen, das wuselt ... ja, das tut es. Aber es kann auch fragen "Ist Sheila bei Oma?" " Mama kauft ein neues Kissen für Sheila." oder "Wo ist unser Hund?". Und dann ist es wieder da - dieses Drücken, das gegen den Schrei ankämpft, den ich eigentlich los werden möchte.

Ich war noch nicht soweit ...

Aber jetzt muss ich es sein. Und ich muss mich Stück für Stück mehr verabschieden und mit dem Leben ohne Hund arrangieren. Was mir ehemals als sehr schwierig erschien, weil man eben seinen Tagesablauf immer nach dem Hund ausrichten musste (vorrangig, weil Sheila zu Hause gern bellte, wenn sie allein war), wünsche ich mir heute fast zurück. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie es ist, einfach alles so machen zu können ... kein "Wir können aber nicht so lang ..." oder "Nein, tut mir leid. Ich habe niemanden für Sheila zu Hause.". Ich würde es gern nochmal so sagen müssen, aber auch das hat sich verändert.

Und ihr glaubt gar nicht, auf was für Kleinigkeiten ich gerade so achte ... gestern Abend erst sah ich unseren Teppich an und merkte, dass mit jedem Staubsagen in der Wohnung immer weniger Hundespuren da sein werden. Und ich fand das furchtbar! Früher hat es mich gestört und jetzt macht es mich traurig. Was für ein Hin und Her.

Ich bin mir sicher, ich werde noch so manches Mal von Trauer eingeholt und mich wieder abends im Badezimmer in mein Handtuch weinen sehen ... dafür sind 16 Jahre einfach eine zu lange Zeit und eine TOLLE Zeit gewesen. Aber ich werde versuchen, mich mehr und mehr an die schönen Zeiten zu erinnern und mir zu sagen, dass unser Zottelkopf es mit 16 Jahren wirklich gut gehabt hat. Sie hatte ein gutes Leben, hat so viel erlebt (gut wie schlecht, aber vorrangig gut) und hat uns mit ihrem Dasein eine ganze Menge gegeben.

Ich bin vor allem dankbar dafür, dass sie Minou ein Stück ihres Lebens begleitet hat und so ihren Pfotenabdruck in Sachen "guter Umgang mit Tieren" hinterlassen hat. Einen gelasseneren Hund hätten wir uns nicht wünschen können.

Wenn ich könnte, würde ich ihr DANKE dafür sagen ... stattdessen denke ich es nur und mache jetzt erstmal wieder eine Traurigkeits-Pause.

Wahrscheinlich war dieser Blogpost hier auch ein totaler Bruch mit den eigentlichen Stories, aber das Leben ist so. Und ich merke, mir hat das Herunterschreiben unglaublich gut getan. Danke also für eure Geduld und bis bald wieder ...

#TeamXenaBlackySheila

Eure


Montag, 23. Januar 2017

Neues Jahr, neue Geschichten.


2017 ist bereits gut einen Monat alt und seit meinem letzten Blogpost (und sicher auch eine gewisse Zeitspanne davor) hat sich einiges getan, was ich hätte hier mal festhalten müssen. Das hole ich jetzt gern im Schnellverfahren einmal nach und fülle die Lücke bis hier hin - so kann man es doch nicht lassen 😊 Also heute mal ein Kaffee-Pläuschchen-Post 😅

Gut - erstmal das Wichtigste: Wir hatten unser erstes Elterngespräch in der Kita und das wichtigste, was wir daraus mitgenommen haben, ist, dass Minou seit Ende September so richtig im Kita-Leben angekommen ist. Bis dahin war es nämlich immer so, dass sie sich eher im Hintergrund hielt und oft zu jeglichen Aktivitäten animiert werden musste. Das konnte ich mir auch richtig bildlich vorstellen - in der Eingewöhnung bekam ich davon ja schon einen gewissen Vorgeschmack. Aber nun die bahnbrechende Veränderung zu hören, war einfach nur toll. 

Und in den Folgemonaten konnten wir es sogar live miterleben. Wenn wir Minou aus der Kita abholten, spielte sie soooo schön und ausgelassen mit den Kindern dort - machte richtig Quatsch und sabbelte einen direkt dicht beim Fertig machen für den Heimweg. Seeeehr sehr schön. 

Daraus resultierend hat sich auch unsere erste Kita-Mama-Freundschaft (hmmm - ich denke, der Begriff "Freundschaft" ist hier passend, auch wenn es noch ganz frisch ist  ;) ergeben. Ganz easy und direkt positiv. Minou und ich durften sie und ihre süße Tochter besuchen ... sie durften uns besuchen ... wir hatten Spielplatz-Dates ... und besuchen aktuell einen Kurs zusammen. Und vor kurzem gab es dann auch noch die erste Kita-Freundin-Geburtstags-Einladung - wooohooo! Nein, ohne Spaß jetzt - über diesen Kontakt freuen Minou und ich uns sehr - es passt einfach und das ist gut so 😊

[Stille]


Jetzt grübelte ich gerade, was ich noch festhalten wollte - und Uh! Ganz wichtig ... Minous Papa und ich machten unseren ersten Pärchen-Nachmittag/Abend ohne unsere Zaubermaus, seitdem sie geboren wurde. Aber dazu mache ich mal einen Extra-Post, das ist einfach zu special ;) (mein Hirn zu mir: "Nane, denk dran - Entwurf anreißen, sonst vergisst du das wieder 😉").

Auch die Töpfchen-Geschichte verdient noch eine Fortsetzung und dann plane ich noch einen kurzen Bericht zur AquaKita vom Bäderland (falls ihr davon schonmal gehört habt) - den Kurs besuchen wir aktuell nämlich, um auch Minou endlich mal wieder ein wenig mehr ans kühle Nass im großen Becken zu gewöhnen (sie soll ja nicht so eine Wasser-Mimose werden wie ihre Mama 😉.

Ja - das erstmal so als Rundumschlag.

Und lasst mich gern mal von euren letzten Highlights oder Rückschlägen und Co. lesen - ab in die Kommentare damit, ihr kennt das ja schon.

Bis bald wieder!

Eure




 
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